
Ein gezieltes Carboloading vor einem Wettkampf stellt dem Körper grössere Energiereserven zur Vergügung, der Körper bleibt dadurch länger leistungsfähig. Für das Laden von Kohlenhydraten, auch Tapering oder Kohlenhydrat-Loading genannt, wurden früher aufwändige und komplizierte Diäten empfohlen. Diese strengen Formen werden in der Praxis aber oft sehr unbefriedigend angewandt, so dass sich in der Wissenschaft und Praxis allmählich einfachere und unkomplizierte Massnahmen durchgesetzt haben.
Die Hintergrundinfos vermitteln einen kurzen Überblick über die aktuell gängigen Methoden für das Carboloading.
Neuere Studien zeigen, dass ein gezieltes 1-Tages-Carbo-Loading vor dem Wettkampf sehr effizient und nützlich ist. Dabei achtet man auf eine äusserst kohlenhydratreiche Ernährung. Hilfreich können auch speziell für diesen Zweck entwickelte Kohlenhydrat-Getränke sein, welche in der Einnahme sehr angenehm sind. Meist werden sie 1 Tag vor dem Wettkampf, aufgeteilt in vier bis fünf Portionen eingenommen.
Carboloading bei mehrtägigen Events
Mehrtägige Wettkämpfe oder hochintensive Trainingslager erschöpfen die Glykogenspeicher. Eine ständige Nachfuhr vor allem in den Ruhephasen mit tiefer Magenbelastung ist deshalb wichtig. Aus diesem Grund empfehlen wir zusätzlich zur Einnahme der üblichen Regenerationsprodukte jeweils abends vor der Bettruhe eine Portion Carbo Loader. Die Nachtphase soll dabei genutzt werden, um die erschöpften Glykogenspeicher zusätzlich zu füllen, um die Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten.
Carboloading und L-Carnitin - Ein Ausdauer Booster?
In neuerer Zeit werden in Sportnahrungskreisen Erkenntnisse aus der L-Carnitinforschung in Zusammenhang mit einem Carboloading diskutiert. Die verfolgte Absicht ist dabei eine Erhöhung des muskulären Carnitingehalts zwecks optimierter Fettoxidation zur Energiebereitstellung, um damit durch den Glycogenspar-Effekt eine verbesserte Ausdauerleitung zu erreichen.
Einschränkend ist aber festzuhalten, dass:
| 1. | Die intravenöse Gabe von L-Carnitin, Glucose und Insulin kann nicht direkt mit der oralen Einnahme, also Glucose plus L-Carnitin verglichen werden. | |
| 2. | Infusionen gelten als Doping, sind also nicht legal. | |
| 3. | Bei der einen Studie (Stephens, 2006a) waren die Probanden übergewichtig (BMI 26.1) | |
| 4. | Es wurden über 5000 mg L-Carnitin intravenös gegeben, was eine deutlich höhere als übelicherweise empfohlene Dosierung ist. |
| Mehr zum Thema L-Carnitin und Carboloading | 12.10.2009 |
Kritische Betrachtung des klassischen Carboloadings
Beim klassischen Carboloading wird während den ersten zwei bis drei Tage eine strikte Eiweiss-Fett-Diät eingehalten. Kohlenhydrate werden nicht mehr konsumiert. Dabei kommt es zu einem "Aushungern" des Körpers. Diese strikte und sehr strenge Ernährungsform belastet aben den Stoffwechsel des Sportlers sehr stark und führt oftmals zu Einschränkungen des physischen und psychischen Wohlbefindens.
Der Wechsel zwischen den Eiweiss-Fett-Tagen und Kohlenhydrat-Tagen kann zu Magen-Darm-Beschwerden führen.
Für ein erfolgreiches Carboloading nach der klassischen Methode ist ein grosses Ernährungswissen notwendig.
Die Akzeptanz bezüglich einer solch strikten Diät ist oft ungenügend. Entsprechend ungenau wird das Carboloading deshalb von vielen Athleten durchgeführt.
Aufgrund der grossen Mahlzeitenvolumen ist die Magenbelastung relativ gross. Spezielle Carbo-Getränke haben diesbezüglich bei Sportlern eine viel bessere Akzeptanz!
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